Erster Erfahrungsbericht
Ich habe die Nikon D60 jetzt genau eine Woche und es ist nun an der Zeit für den ersten Erfahrungsbericht mit dieser digitalen Spiegelreflexkamera aus dem Einsteigersegment.
Haptik und Aussehen: Ich hatte vor dieser Kamera bereits 2 Kompaktkameras, an deren Formen und Bedienelementen mich vieles gestört hat (der zu kleine Auslöser; geringe Auflagefläche für die Finger, da man die Kamera eigentlich nur mit den Fingerspitzen festhalten konnte, was Verwacklungen Tor und Tür öffnet und die vorherrschende Farbe silber, die meiner Meinung nach so langsam ihren Reiz verloren hat, da doch nun fast alle Kompakten mit dieser Lackierung daherkommen.
Deshalb verzichtete ich vor dem Kauf nicht auf einen Test der Haptik und des Aussehens in einem Elektromarkt. Ich testete die Nikon D60, die Canon EOS 450D und die neueste Olympus DSLR. Die Nikon war als Erste an der Reihe und überzeugte mich fast schon auf der Stelle, da ich mit einem Blick alle Bedienelemente erfassen konnte, was bei den anderen Modellen nicht gleich war. Sehr angenehm finde ich, dass die Bedienelemente mit den beiden Daumen und den Fingern der linken und rechten Hand wunderbar erreicht werden können. Rechts kann man per Daumen bequem das Einstellrad erreichen sowie das Hauptsteeuerkreuz und die Löschtaste; mit dem Zeigefinger den Auslöser, den Drehschalter zum Einschalten und zwei Tasten für Blende bzw. Belichtungskorrektur und das Feature Active D-Lightning (zur Verbesserunug des Kontrastes). Mit dem linken Daumen hat man die Kontrolle über 4 Tasten mit Wiedergabe, Menü, Verkleinern und Vergrößern; der Zeigefinger kann eingesetzt werden um den Blitz zu aktivieren und zu verstellen sowie den Selbstauslöser einzuschalten.
Die gesamte Kamerafläche ist beschichtet, was sie sehr griffig macht. Der Sucher liegt angenehm am Auge, was mir als Brillenträger aber egal sein kann, da ich leider einen gewissen Abstand wahren muss. Die Gehäuseabmessungen sind 126 x 94 x 64mm.
Zum Aussehen: Was mir bei Nikon Kameras sehr gefällt, ist das kleine Detail unter dem Sucher: dort ist ein kleines, rotes, dreieckiges Element angebracht, was einen schönen Kontrast zum restlichen Schwarz erzeugt und der Kamera unwiderruflich Wiedererkennungswert verschafft.
Ausstattung und Features: Die Ausstattung der Nikon ist in etwa gleich mit der der Canon-Modelle: Die Kamera im Kit mit dem AF-S NIKKOR 18-55mm 1:3.5-5.6G DX VR, ein Band zum Umhängen der Kamera, Schutzdeckel für Objektiv und Body, eine CD mit Software, ein Akku + Ladegerät und eine sehr ausführliche Bedienungsanleitung sowie die Garantieunterlagen. Ebenfalls mitgeliefert wird das USB-Verbindungskabel, leider aber nicht das Adapterkabel zum Netzbetrieb. Eine Speicherkarte ist nicht enthalten, obwohl dies gerade für die Einsteigermodelle sinvoll wäre.
Kommen wir zu den Features: Aktives D-Lightning (und natürlich auch passives per Nachbearbeitung im Kameramenü), automatische Sensorreinigung, Air-Flow Control Lüftungssystem und ISO bis 3200.
Bildqualität: Ich bin mit den Bildern der D60 in jeder Hinsicht zufrieden: Der Belichtungsmesser funktioniert sehr genau, der Weißabgleich ist gut und Bildrauschen habe ich nur bei hohen ISO-Werten feststellen können, aber auch da hält es sich in Grenzen. Die Farben sind sehr schön und auch der Autofokus stellt die Schärfe sehr gut ein. Und sollten die entsprechenden Automatiken einmal nicht das gewünschte Ergebnis bringen, helfen Belichtungsmesswertspeicher, Korrekturfaktoren, Feineinstellungen für Farbton, Kontrast und Sättigung, Feineinstellungen der Weißabgleichsvorgaben oder der manuelle Weißabgleich.
Einstellungen und Bedienung: Das Menü der Einsteigermodelle von Nikon sind meiner Meinung nach die benutzerfreundlichsten auf dem Markt. Man kann zwischen einem einfachen oder einem detaillierten Menü wählen und die Bilder auch in der Kamera ansprechend nachbearbeiten (D-Lightning, Rote Augen entfernen, monochrome Bilder herstellen, Filtereffekte hinzufügen oder sogar RAW’s entwickeln.
Während dem Fotografieren kann man sich zwei Bildschirme anzeigen lassen. Einmal den grafischen und einmal den detaillierten. Bei ersterem werden Blende und Verschlusszeit als animierte Grafik angezeigt, was gerade für Einsteiger unglaublich hilfreich ist. Wenn man in diesem Modus den Vergrößerungstaster betätigt, wechselt das Menü zur detaillierten Ansicht, mit der man Zugriff auf ISO, Blende, Belichtungszeit, Blitzsteuerung, Aufnahmeart, Bildqualität, Bildgröße etc. hat.
Fazit: Alles in Allem ist die Nikon eine sehr gute und sehr gut ausgestattete Kamera, die auch der Einsteiger schnell zu beherrschen lernt. Ich habe mein Gerät im Kit mit o.g. Objektiv für 506,99,- € bei Amazon.de erworben.
Alternativen sind z. B. die Canon EOS 400D + 450D sowie die neu erschienene 1000D sowie die Olympus E-420.
Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht von Lukas über die Canon EOS 400D
Klicken Sie hier, um sich meine ersten Bilder mit der D60 anzusehen
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- Published:
- August 9, 2008 / 1:47
- Category:
- Erfahrungsbericht
- Tags:
- Erfahrungsbericht, nikon d60
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